Farbenblindheit und Rot-Grün-Schwäche
Echte Verwechslungsgefahr
Verständlich erklärt: Farbenblindheit und Rot-Grün-SchwächeDie Rot-Grün-Schwäche ist eine recht harmlose Sehschwäche — und erscheint den meisten Betroffenen als wenig hinderlich. Von der geringeren Unterscheidungsfähigkeit für Rottöne und Grüntöne abgesehen entwickeln die Farbfehlsichtigen den gleichen Eindruck von Farben wie ihre normalsichtigen Mitmenschen. Einziger Nachteil: Berufe wie Pilot, Polizist oder Berufskraftfahrer bleiben den Rot-Grün-Blinden aus Sicherheitsgründen verwehrt.
Denkbar härter ist das Los "echter" Farbenblinder. Durch eine Funktionsstörung in der Netzhaut können sie keinerlei Farben wahrnehmen. Funktionstüchtig sind nur die Bereiche der Retina, die beim Sehen in der Dämmerung benötigt werden — und das sorgt gleich noch für ein weiteres Problem. Weil die Augen Farbenblinder quasi ständig auf den Dämmerungs-Zustand angepasst sind, sind die meisten Erkrankten stark lichtempfindlich. Heilbar ist die Farbenblindheit übrigens bis heute nicht. Grundschüler Niklas jedoch kann optimistisch in die Zukunft blicken. Häufig vermindert sich die recht harmlose Rot-Grün-Schwäche mit der Zeit.