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Arbeitsweise der Augen

Wie kommt das Bild in den Kopf?

Verständlich erklärt: Arbeitsweise des Auges

Es gibt Bilder, die brennen sich förmlich im Gedächtnis fest: der Sonnenuntergang in der Karibik, das erste Vorstellungsgespräch, die Party am letzten Schultag. Doch wie gelangen sie eigentlich in unser Gehirn, die Schnappschüsse bewegender Momente? Und wie kommt´s, dass die Erinnerung mit der Zeit verblasst? Hinter beiden Phänomenen stecken komplizierte biologische Vorgänge, die jedoch gar nicht so schwer zu erklären sind.

Wenn wir Gegenstände oder Personen sehen, nehmen wir — ganz streng genommen — die vielen verschiedenen Lichtstrahlen auf, die von den Objekten ausgehen. Die Linse, die gleich hinter der Iris liegt, bündelt die hereinkommenden Strahlen so, dass diese scharf auf die Netzhaut abgebildet werden. Die Netzhaut besteht aus unzähligen winzigen Lichtsinneszellen, die die Strahlen in Nervenimpulse umwandeln. Die wiederum wandern über den Sehnerv direkt in das Gehirn — und nun?

Die ankommenden Nervenimpulse speichert unser Körper — wieder umgewandelt in ein richtiges Bild — erst einmal im Kurzzeitgedächtnis ab. Ist er der Meinung, dass das Gesehene auch Tage, Wochen, Monate oder Jahre später noch wichtig sein könnte, landen die Momentaufnahmen im Langzeitgedächtnis. Hier stehen sie — wie ein Buch in einer Bücherei — auf Abruf bereit. Werden sie gebraucht, lädt das Gehirn sie wieder ins Kurzzeitgedächtnis. Erzählen wir also über die Flitterwochen, haben wir sofort den wunderschönen Sonnenuntergang unter Palmen "vor Augen".



Wie funktioniert unser Auge - die Arbeitsweise der Augen verständlich erklärt
Version: 22.07.2015 - 16:54 · 19.192 PageViews