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Informationen zur Weitsichtigkeit

Was nicht passt, wird angepasst

Verständlich erklärt: Weitsichtigkeit

Ganz dicht drückt der Leser seine Nase an die Zeitungsseite, um die Buchstaben zu entziffern. Besonders alte Leute quälen sich oft auf diese Weise durch einen Text. Denn Weitsichtigkeit — in der Fachspache Hyperopie genannt — führt zu einem starken Nachlassen der Lesefähigkeit. Landläufig gilt die Weitsichtigkeit als das Gegenteil der Kurzsichtigkeit — das mag teilweise stimmen, völlig korrekt ist diese verbreitete Ansicht jedoch nicht.

Wir unterscheiden zwei Typen von Weitsichtigkeit. Da gibt es einerseits die Brechungshyperopie, bei der die Augenlänge normal ist, jedoch die Brechkraft der Linse viel zu gering. Bei der Achsenhyperopie ist es genau andersherum: Die Brechkraft ist in Ordnung, aber das Auge viel zu kurz. Die Folge: Der Brennpunkt der Lichtstrahlen liegt hinter der Netzhaut und ist daher direkt auf der Netzhaut reichlich unscharf. Um diesen Fehler auszugleichen, muss ein weitsichtiges Auge ständig akkomodieren, also die Linse ständig neu aufs Gesehene anpassen. Damit sowohl Gegenstände in der Nähe, aber auch Gegenstände in der Ferne scharf dargestellt werden. Bedeutet: Die "Gegenteil"-Behauptung stimmt einfach nicht!

Dieses Akkomodieren ist auch die Erklärung dafür, dass gerade alte Leute so häufig ganz offensichtlich von Weitsichtigkeit geplagt sind. Ein junges Auge schafft das ständige Scharfstellen ohne große Mühe, kann aber trotzdem eine Menge Ärger machen. Weil das Akkomodieren für den Körper eine nicht unerhebliche Anstrengung ist, treten gerade bei stark weitsichtigen Menschen typische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Augenbrennen, Bindehautentzündung und schnelle Ermüdbarkeit auf. Darum: Regelmäßig zur Sehkontrolle!



Informationen zur Weitsichtigkeit, wenn man alles was kurz vor dem auge ist schlecht sieht
Version: 22.07.2015 - 16:54 · 15.544 PageViews