Augenkrankheiten

Schlechte Sicht - Krankheit oder Sehschwäche?

Das Auge ist mit Abstand eines unserer wichtigsten Organe und einer der empfindlichsten Sinnesträger. Was aber, wenn die perfekte Sicht auf einmal schwindet? Wenn die Sicht unscharf wird, die Augen schmerzen, jucken?

Nicht in jedem Fall muss es sich bei schlechter Sicht gleich um eine verminderte Sehstärke halten, die durch ein Hilfsmittel wie eine Brille oder Kontaktlinsen korrigiert werden muss.

Oftmals verbergen sich dahinter typische Augenkrankheiten. Manche von Ihnen können wenn sie nicht frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden sogar bis hin zur Erblindung führen.

Hier eine kleine Übersicht der häufigsten Augenerkrankungen:

1. Die Bindehautentzündung

Bindehautentzündungen treten häufig auf. Die Ursachen sind äußere Reize wie z.B. Staub, Infektionen durch Bakterien oder zu trockene Augen (verminderte Bildung von Tränenflüssigkeit). Die Bindehautentzündung kennzeichnet sich durch stark gerötete, juckende Augen und dem Gefühl eines Fremdkörpers im Auge. Mit Hilfe eines Abstrichs der Bindehaut kann ein Arzt schnell die Erreger erkennen und Antibiotika verschreiben.

2. Grauer Star

Der Graue Star kennzeichnet sich durch eine Trübung der Augenlinse. Was genau ihn auslöst ist bis heute noch nicht erfoscht. Meist tritt er erst im gehobenen Alter auf. Durch die Linsentrübung verursacht, werden folgende Symptome berichtet: Blendempfindlichkeit, langsame und schmerzlose verschlechterung der Sehkraft und Wahrnehmung von Doppelbildern. In einer Operation kann die getrübte Linse durch eine Kunstlinse ersetzt werden.

3. Grüner Star

Der Grüne Star ist eine Erkrankung des Sehnervs, einhergehend mit dem Verlust von Nervenfasern. Verursacht wird er durch eine Abfluss-Störung des Kammerwassers. Hierdurch erhöht sich der Augeninnendruck, was den Sehnerv dauerhaft schädigt und unbehandelt zur Erblindung führen kann. Um den Augeninnendruck zu mindern kommen je nach Fall Medikamente in Form von Augentropfen oder eine Operation in Frage.

4. Nachtblindheit

Nachtblinde Menschen haben ein eingeschränktes Sehvermögen bei beginnender Dämmerung. Das Auge des Betroffenen ist nicht in der Lage, sich den Änderungen der Lichtverhältnisse von hell zu dunkel und umgekehrt anzupassen. Verursacht wird die Nachtblindheit durch eine Funktionsstörung bis hin zum Ausfall der Sinneszellen innerhalb des Auges. Sie ist bisher nicht heilbar.

Augenkrankheit oder Sehschwäche?

Im Gegensatz zur eigentlichen Sehschwäche sind diese Krankheiten nicht angeboren und können erfolgreich therapiert werden ohne dauerhaft auf Hilfsmittel angewiesen zu sein. Unter einer Sehschwäche versteht man zum einen die Kurzsichtigkeit (vorhanden wenn nahe Objekte scharf erscheinen, entfernete Objekte jedoch "verschwimmen" und unscharf gesehen werden) und Weitsichtigkeit (nahe Objekte sind unscharf und entfernte Objekte werden scharf gesehen).

Diese Sehschwächen treten meist bei Geburt sowie im fortgeschrittenen Alter auf. Sie sind nicht mit Medikamenten behandelbar. Hilfsmittel wie eine Brille oder Kontaktlinsen verschaffen hier Linderung. Unter Umständen können auch Operationen in Betracht gezogen werden, deren Langzeiteffekt jedoch noch nicht untersucht wurde.

Was sind Augenkrankheiten und gibt es einen Unterschied zwischen Augenkrankheiten und Sehschwächen? · Auge, Augen, Krankheiten, Krankheit, Augenkrankheiten, Augenkrankheit
Version: 18.06.2014 - 17:38 · 12.645 PageViews