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Augenabstand und Gesichtserkennung

Was der Augenabstand ist, und wie er bei der Gesichtserkennung eine Rolle spielt

Als Augenabstand wird in der Augenkunde der Abstand der Augäpfel zueinander bezeichnet. Er wird vor allem beim Anpassen einer neuen Brille oder bei der biometrischen Gesichtserkennung wichtig. Der Augenabstand kann auch eine Wirkung auf die Tiefenschärfe des Auge haben. Bei der Gesichtserkennung handelt es sich um ein Verfahren aus der Biometrie, welches dazu dient, Personen eindeutig zu identifizieren. Dabei wird ein Referenzbild einer Person erfasst und mit bestimmten charakteristischen Gesichtsmerkmalen gespeichert. Das wichtigste Kennzeichen hierbei ist der Augenabstand. Dieser wird auch manchmal fälschlich als Pupillendistanz bezeichnet. Die meisten Menschen haben etwa 60mm Augenabstand. Allerdings trifft man auch häufig starke Abweichungen an. In Ausnahmefällen können auch nur 54mm oder gar 75mm zwischen den Augen liegen.

Menschen mit einem Augenabstand von mehr als 74mm finden kein passendes Fernglas beispielsweise. Zur Gesichtserkennung wird auch der Abstand und die Winkelung zwischen Nase und Augen oder die obere Kanten der Augenhöhlen und die Seitenpartien des Mundwinkels vermessen. Bei der Gesichtserkennung wird von einer Person ein Digitalfoto erstellt und mit dem gespeicherten Referenzbild verglichen. Dazu muss das Bild bei der Gesichtserkennung zunächst digitalisiert werden. Mit Hilfe einer Erkennungssoftware werden die charakteristischen Eigenschaften des Gesichtes ermittelt. Das Ergebnis der so genannten Template wird mit den Referenzen verrechnet. In der Gesichtserkennung gibt es unterschiedliche Ansätze, wobei immer die gleichen Schlüsselelemente verwendet werden. Über die Lokalisierung des Augenabstandes wird ein Gitternetz aus der klassischen Bildverarbeitungssoftware gelegt. Eine Sonderform ist das Eigenface -Verfahren,welches vor allem zur Personenidentifikation verwendet wird. Es existieren im Wesentlichen zwei Formen der Gesichtserkennung, die biologische und die technische Gesichtserkennung. Der Begriff der biologischen Gesichtserkennung bezieht sich darauf, dass in den ersten Monaten des Lebens bereits die Fähigkeit entsteht, verschieden Gesichter zu erkennen. Doch eine weitaus prägendere Wirkung, besonders in Zeiten der Terrorabwehr, stellt die technische Gesichtserkennung dar. Sie wird in sicherheitstechnischer Hinsicht eingesetzt. Das einfache zweidimensionale Gesichtserkennungsverfahren erfasste die geometrischen Eigenschaften eines Gesichtes. Die neuen Methoden der Gesichtserkennung verwenden allerdings ein weitaus leistungsstärkeres Verfahren. Die neueren Verfahren übertreffen auch die Trefferquote der menschlichen Gesichtserkennung noch. Die dreidimensionale Gesichtserkennung erfasst eine höhere Anzahl an Informationen über den Augenabstand und andere charakteristische Merkmale.



Mit der Gesichtserkennung hängt auch der Augenabstand eng zusammen. Die wichtigsten Faktoren für die biometrische Authentifizierung ist der Abstand zwischen den Augen eines Menschen.
Version: 22.07.2015 - 17:11 · 5.704 PageViews